Neues Leben, neuer Kleidungsstil

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Was ziehst du an, wenn sich dein Leben verändert?

Stell dir vor, du arbeitest als Physiotherapeutin und wechselst dann in einen Bürojob! Bisher warst du vielleicht an vorgegebene Berufskleidung gebunden und hast plötzlich morgens die Qual der Wahl.

Was aber sollst du von nun an tragen?

Es ist nicht immer einfach, täglich die richtige Kleider-Wahl zu treffen. Natürlich ist dein Job dabei sehr wichtig. Und da du auch noch ein Privatleben hast, spielt das natürlich auch eine große Rolle. Was passiert also, wenn sich dein Job plötzlich ändert oder du Yoga als deine neue Leidenschaft entdeckst? Was ziehst du an?

Yoga, Salsa, Tennis oder Couch?

Ich habe mich immer gerne in Hosenanzügen gekleidet und diese gerne mit extravaganten Ohrringen und  mit schönen Pumps kombiniert. Es musste immer eine besonders erfrischende Farbe her. Ich weiß ja, es gibt Leute, die behaupten, dass in jeden Kleiderschrank eine weiße Bluse gehört. Nicht so in meinen. Denn was ich nie getragen habe, war ein blauer Anzug mit weißer Bluse. Das war mir einfach zu klassisch. Versteh mich nicht falsch, es gibt Frauen, denen das super steht, nur ich hätte mich verkleidet gefühlt.

Ich bevorzuge dann eher ein schönes Kakaobraun, mit einem kühlgelben Shirt und Silberschmuck oder einen dunkelgrauen Nadelstreifenanzug mit rotem Oberteil und schwarzen, langen Ohrringen.

Ich liebe es, wenn ich eine klassische Grundlage  mit ausgefallenen Accessoires aufpeppen kann. Und Pumps liebe ich auch. Auch wenn die Branche der Finanzdienstleistung einen etwas konservativeren Touch hat, so konnte ich all das super leben und habe mich total wohl gefühlt. Ich bin eben doch eher der klassische Typ, gepaart mit Extravaganz.

Ehrlich gesagt habe ich mich manchmal gefragt, ob mir der Job nicht deshalb so viel Spaß gemacht hat, weil ich mich so kleiden konnte.

Und dann kam der Wandel

Nach gefühlten 20 Jahren habe ich dieses Parkett verlassen, denn ich wollte schon immer etwas Kreativeres machen. Erst einmal habe ich mir eine Auszeit genommen, um mich neu zu orientieren und war Zuhause.



 

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Tja, und was zieht man denn so an, wenn man plötzlich den ganzen Tag zuhause ist?

Pumps waren etwas fehl am Platz und einen Anzug zuhause zu tragen, für mich ebenso. Irgendwie habe ich auch nicht so recht erkannt, warum ich mich morgens schminken soll, ich war ja eh zuhause.

Und plötzlich verstand ich so viele junge Mütter, die von heute auf morgen mit einem kleinen Wurm zuhause sind und denen ihr Äußeres plötzlich nicht mehr so wichtig zu sein scheint. Klar hängt das bei einigen damit zusammen, dass dieser kleine Mensch sehr viel Aufmerksamkeit erfordert, bestimmt aber auch damit, dass sie den Sinn nicht erkennen, für wen sie sich denn schön machen sollen.

Keine Kollegen mehr – kein Schönmachen – keine Komplimente

Ich war also zuhause und habe plötzlich erkannt, dass mein Lieblings-Kleidungsstil nicht mehr zu meinem Leben passte.

Was gleichzeitig bedeutete, dass ich mir einen neuen suchen musste.

Aber wie sollte das funktionieren?

Ich war noch nie der sportlich gekleidete Typ und habe mich gefragt, ob ich mich jetzt nur noch in Turnschuhen, Ballerinas und Jeans kleiden müsste, um bloß nicht overdressed durch den Supermarkt zu schlendern. Auch zum Frühstückstreffen mit meinen Freundinnen kamen mir Pumps etwas fehl am Platz vor. Eigentlich war ich immer der Meinung, alles tragen zu können, wonach mir ist, wohin ich auch gehe. Diese Theorie kam mir plötzlich ziemlich „theoretisch“ und einfach nicht mehr umsetzbar vor.

Wie also meinen neuen Stil finden?

Ich fing also an, mich auf die Suche nach meinem neuen, legeren Stil zu machen, der besser zu meinem neuen Leben passte.

Dabei stellte ich mir folgende Fragen:

 

  1. Was muss mein tägliches Outfit können?

  2. Was ist mir beim Kleiden wichtig?

  3. Worin fühle ich mich wohl?

  4. Welche Pläne habe ich täglich?

  5. Was passt super zu meiner Größe und meiner Figur?

  6. Welche Accessoires liebe ich?

 

Ich kam zu dem Schluss, dass es ja keine Sneakers sein müssten, sondern auch schöne Slip-Ons sein können. Eine richtig coole Jeans wäre dann auch nicht schlecht. Bestimmt gibt es auch ausgefallenere Varianten ohne Löcher.

Meine heißgeliebten Blazer würden hierzu immer noch super passen und schon kam ich mir und meinem neuen Stil ein bisschen mehr auf die Schliche. Das fühlte sich schon eher nach „ mir“ an.

Meinem Schmuck konnte ich nach wie vor treu bleiben und besonders auffällige Ohrringe zu jedem Outfit tragen. Der Blazer lässt sich zur Abwechslung auch gegen eine Lederjacke eintauschen und schon wurde das Outfit etwas sportlicher.

Dass meine Persönlichkeit bei meinem Stil eine große Rolle spielt, hat mich echt überrascht.

Je intensiver ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto eher war mir klar, dass es mir einen riesen Spaß macht, mich neu zu entdecken. Ich weiß noch, wie es sich angefühlt hat, mit meinem neuen ICH unterwegs zu sein. Einfach total befreiend und echt.

Mir wurde klar, dass so viel Potential in jedem einzelnen von uns steckt.

Und ja, es ist Arbeit sich auf die Suche zu machen und JA, es macht einen Heidenspaß, weil du dich plötzlich ganz neu entdeckst und am Ende viel stärker und selbstbewusster durch die Welt gehst.

Schau einfach mal genau hin! Passt dein Stil zu dir und macht dich happy?

Sonst stell dir einfach die gleichen Fragen!

Viel Spaß dabei und sonnige Grüße

 

 Vera